Mitte September hatte ich mich mit Smylo zu einer Fototour verabredet. Dabei wollten wir die Dahlien auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau in Winsen besuchen und auf den Speicher bannen. Und dann das Maleur: Ich hatte keine einzige Speicherkarte dabei. Und aus dieser Vergesslichkeit wurde dann für mich eine klasse Lehrstunde.
Ich hatte mir sowieso vorgenommen an diesem Tag ausschließlich meine Festbrennweite einzusetzen. Es wird ja immer gepriesen, dass dies vielmehr dazu zwingt die Bilder schon mit der Kamera zu gestalten und dies nicht erst am PC. Dadurch gelinge es immer bessere Fotos zu machen. Natürlich abgesehen von der besseren Abbildungsleistungen von Festbrennweiten.
Und nun kam mein Problem mit der Speicherkarte dazu. Zum Glück hatte Dino noch eine kleine 512 MB Speicherkarte dabei, sodass ich nicht völlig aufgeschmissen war. 512 MB bedeuten aber bei meiner Kamera gerade mal 40 Bilder, die ich schießen kann. Und wir hatten vor, etwa 2-3 Stunden Blumen aufzunehmen. Nromalerweise verschieße ich da so 150-200 Fotos. Und das führte nun für mich zu einer Lehrstunde in der Frage der Gestaltung von Bilder mit der Kamera.
Denn ich musste mir nun sehr genau überlegen, was ich aufnehmen wollte, da ich ja nur eine begrenzte Anzahl von Aufnahmen machen konnte. Ich habe mir also die Motive vorher sehr genau angeschaut und durch den Sucher von verschiedenen Winkeln beobachtet. Dabei habe ich ganz bewusst auf den Aufbau geachtet.
Ich habe zwar auch die Ergebnisse am Kameramonitor begutachtet und teilweise wieder gelöscht, wenn das Bild nicht dem entsprach was ich mir vorgestellt habe oder die Schärfe nicht an der Stelle gewesen war, wo ich sie haben wollte. Aber ich habe im groß und ganzen sehr wenige Fotos gemacht und dabei sehr auf die Gestaltung in Form des Bildausschnittes, Schärfeverlauf etc geachtet.
Ich bin letztlich mit 38 Fotos nach 2,5 Stunden nach hause gegangen. Und das soll ich sagen, zu hause am PC wurde man mit fast 38 tollen Fotos belohnt.
Es war nun nicht mehr so, wie ich es normalerweise gemacht hätte. Dann hätte ich rund 150-200 Fotos gehabt, weil ich mehr oder weniger achtlos „geknipst“ habe, nach dem Motto: bei der Masse muss mal EIN guter Treffer sein. Und zu hause ging es dann immer ans aussortieren, was eine mühselige Arbeit war.
Nein. Diesmal hatte ich nur gut 30 Fotos und die waren fast ausnahmslos gut. Da hatte ich schon fast die Qual der Wahl.
Ich will jetzt nicht sagen, dass es nun perfekte Fotos sind, aber ich finde sie im Vergleich zu meinen bisherigen Fotos deutlich besser. Diese kleine Extremübung mit Festbrennweite und kleiner Speicherkarte ist eine wirklich tolle Übung um die Gestaltung von Fotos zu üben. Wenn ihr das einmal konsequent durchzieht, dann werdet ihr mit besseren Fotos belohnt. Ich werde es auf jeden Fall nochmal (diesmal bewusst) machen. Ich kam es jedem nur wärmestens empfehlen, der aus seinen Fotos mehr machen will.
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Kommentare
Wirklich schöne Fotos!
Welche Festbrennweite hattest denn dabei?
vielen Dank. Ich hatte meine Scherbe Canon 50 mm 1.8 mit.
Hast Du ein Glück und ich eine zuverlässige Frau...