Am Wochenende war es endlich mal wieder soweit und es ging hinaus in die wunderschöne Natur. Diesmal entschieden wir uns aber gar nicht so weit weg zu fahren, sondern einfach mal die nähere Umgebung ein wenig unter die Lupe zu nehmen.
Bereits nach der ersten Metern fragte ich mich: Warum haben wir das nicht schon viel früher mal probiert?
Es dauerte nicht lang und uns lief ein Storch über den Weg, besser gesagt direkt vorm Auto entlang. In diesem momentan konnte ich mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen und freute mich fast wie ein kleines Kind über diesen unerwartet guten Start unserer Fototour.
Der Storch wirkte auch mich sehr grazil in seinen Bewegungen und machte keine Anstalten die Flucht zu ergreifen. Er bewegte sich langsam an unserem Auto vorbei und setzte mit einem kleinen Flügelschlag auf den Acker über. Zu diesem Zeitpunkt regnete es kräftig und wir konnten ihm gemütlich aus dem Auto heraus bei seiner Beutesuche beobachten und natürlich fotografieren ;)
Zum Abschluss entschied er sich dann auch noch direkt über unsere Köpfe gen weg zu fliegen und bot mir damit einen bis dato noch unbekannten und zugleich faszinierenden Anblick.
Damit Ihr euch aber erstmal ein besseres Bild davon machen könnt, wo wir überhaupt unterwegs gewesen sind, hier mal ein Satellitenbild aus Google Maps. Das abgebildete Gebiet ist weitaus größer als es vielleicht auf den ersten Blick den Anschein hat und bietet zu einem Teil eine traumhafte Landschaft aus kleinen Teichen, Flussläufen und Tümpeln. Und auf der anderen Seite finden sich große Ackerbau- und Weideflächen, die eine hohe Weitsicht für Landschaftsaufnahmen und dergleichen bieten.

Elbmarsch zwischen Winsen/ Luhe und Drage - Bild: Google Maps
Eines meiner Hauptanliegen war es dieses Jahr endlich mal ein paar Libellen vor die Linse zu bekommen und abzulichten. Meine bisherige Ausbeute war hier nämlich noch äußerst bescheiden und beschränkte sich auf zwei Bilder, von denen eines nicht mal meinen persönlichen Qualitätsansprüchen genügt.
Erste Anlaufstelle war dann auch direkt einer der größten und am besten zugänglichen Teiche vor Ort. Im Gegensatz zu vielen anderen in der Gegend ist dieser nicht komplett vom Schilf eingeschlossen und bot genügend Möglichkeiten sich auf die Lauer zu legen. Außerdem, was noch viel wichtiger ist, bietet die hier angesiedelte Flora und Faune einen wunderbaren Lebensraum für Libellen und die Hoffnung war groß hier welche anzutreffen.
Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regen und einen Augenblick später begann ein wildes Treiben um uns herum.
Es keuchte und fleuchte nur so, und es bot sich uns eine derartige Artenvielfalt mit der ich nie und nimmer gerechnet hatte. Am und über dem See tummelten sich Vögel, Enten und Schwäne. An den Ufern hörte man die Frösche quaken und da waren sie dann, meine so sehnsüchtig gesuchten Libellen!Stellenweise waren derart viele unterwegs, dass man sich gar nicht mehr vor Motiven retten konnte. In manchen Gräsern konnte man auf einen Blick bis zu acht Libellen auf einmal ausmachen und man hatte das Gefühl es würde immer mehr werden - mein leichtes Grinsen vom Beginn der Fototour wurde breiter und breiter ;)
Der einzige kleine Wermutstropfen war vielleicht, dass sich viele der Libellen mehr zum Wasser orientierten und ich damit selbst mit dem zusätzlichen Telekonverter meine Probleme hatte sie formatfüllend auf die Speicherkarte zu bannen. Eigentlich war ich aber sogar sehr froh über diese Gegebenheiten und die damit verbundene Erfahrung, letztlich wurde mir so nämlich die Qual der Wahl bezüglich der Kaufentscheidung für ein geeignetes Makro-Objektiv deutlich vereinfacht ;)
Nachdem wir nun das „Pflichtprogramm" im Kasten hatten und schon einige Zeit ins Land gestrichen war, folgte die Kür!
Unweit von uns entfernt ließen sich ein paar Schwäne über den See treiben und zu unserm Glück hatten sie sogar noch Nachwuchs. Es war ein so friedlicher Anblick, wie ich ihn lange nicht mehr erleben durfte. Und so genoss ich den Moment des Augenblickes und machte dabei noch ein Bild zum krönenden Abschluss unserer Fototour.
Mein Fazit zur Fototour in der Elbmarsch
Als wir auf den Storch trafen, waren wir noch keine 20 Minuten unterwegs und für mich stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest, dass dies nicht der letzte Ausflug in die nähere Umgebung sein würde. Stattdessen ist es vielmehr der Auftakt zur Erkundung der umliegenden Landschaften direkt vor der Haustür.
Ich kann es Euch nur empfehlen uns gleich zu tun. Häufig liegt schönes so nah, aber dennoch findet es nicht die verdiente Beachtung...
Also geht vor die Tür und fangt an zu fotografieren! ;)
Erfahrungsberichte

Kommentare