Am vergangenen Pfingstwochenende hatten wir uns kurzfristig dazu entschlossen einen Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge, im Süden von Hamburg, zu unternehmen. Dies ist natürlich immer eine gute Möglichkeit gemeinsam mit der Liebsten auf Tour zu gehen und dies mit dem eigenen Hobby zu verbinden. So hatten wir uns, zusammen mit Markus (Maximus) und seiner Freundin auf den Weg gemacht, wobei für uns Männer natürlich der Ehrgeiz geweckt war, mit guten fotografischen Ergebnissen wieder nach Hause zu fahren.
Mit einem Preis von 7,50 € fallen die Eintrittskosten sehr human aus und es bleibt immer noch Etwas für´s Futter an die Tiere übrig. Dieses wird aber selbstverständlich nicht als Bestechungsentgelt für gute Posen verwendet ;)
Normalerweise rudern wir gerne mal gegen den Strom und gehen entgegengesetzt dem Hauptrundweg. Bei dieser Vorgehensweise hat man in aller Regel erheblich mehr Ruhe und sieht auch ein paar mehr Gesichter. Da wir den Park aber alle nicht so gut kannten, haben wir uns der Masse angeschlossen. Wobei diese sich bereits größtenteils auf dem Rückweg nach Hause befand und es deshalb auch nicht weiter tragisch war.
Unser erster Anlaufpunkt war das Gehege der Zwergotter, die ich noch gut von unserem Besuch vor etwa einem Jahr in Erinnerung hatte, leider folgte hier direkt die zweite Enttäuschung – es war kein Otter auszumachen, der Wasserlauf war ausgetrocknet und überhaupt sah alles irgendwie verweist aus.Gut, also direkt weiter zu den Hängebauchschweinen, und hier hatten wir zum ersten Mal Glück! Es gab Junge und diese streunten wie die Wilden durch ihr Revier. Es machte tierisch Spaß ihnen dabei zuzusehen und sie einfach nur zu beobachten. An Fotografieren war aber leider nicht wirklich zu denken. Die „Racker“ erfreuten sich nämlich größter Beliebtheit bei den Kleinen. Deswegen hatte man eigentlich immer nur Kinder vor der Linse. Auch schön, aber in diesem Fall nicht unbedingt gewünscht. Abgesehen davon lag das Revier unter hohen Bäumen und die natürliche Lichtausbeute war äußerst dürftig.
Informationen über den Wildpark Schwarze Berge
Gründungsjahr: 1969
Größe: ca. 50ha
Öffnungszeiten: Ganzjährig
April-Oktober: 8:00 bis 18:00 Uhr
November-März: 9:00 bis 17:00 Uhr
Internetseite
Weiter ging es also zu den Steinböcken und dem Muffelwild. Hier hatten wir zum ersten Mal freien Blick auf die Tiere, zumindest theoretisch. Den Zaun lasse ich hierbei mal außer Acht. Wenn man mit der Linse dicht genug darangeht, lassen sich die Streben weitestgehend ausblenden. Die Steinböcke hatten sich aber leider zurückgezogen und ließen sich nicht blicken, beim Muffelwild kamen wir dann aber endlich zum Fotografieren. Ausser für Portrait-Aufnahmen war aber auch hier das Spektrum an Möglichkeiten nicht sehr groß, da das Gehege leider keine wirklich interessanten Nebenmotive bot und man hatte schnell den hinteren Zaun wieder mit im Bild (was ich lieber vermeide).
Bei den darauf folgenden Dybowski-Hirschen sah die Situation aber dann schon viel besser aus! Bedingt durch die hügelig, angelegte Landschaft, dem weitläufigen Gehege, den vereinzelten Bäumen und den schön verstreuten Hirschen, hatte man endlich freie Hand und konnte sich austoben. Mit etwas Geschick und dem entsprechenden Gespür, war es gut möglich Aufnahmen zu bekommen, die so wirken als ob sie in freier Wildbahn aufgenommen worden sind.
Bevor ich jetzt allerdings anfange euch zu langweilen, werde ich damit aufhören jedes einzelne Gehege zu beschreiben und möchte nur noch auf ein paar, meiner bescheidenen Meinung nach, sehr attraktive Gehege und Tiere weiter eingehen.
Vorbei an den Schottischen Hochlandrindern, dem Dachs und Fuchs landet man schnell bei einem meiner Lieblingstiere im Wildpark Schwarze Berge, dem Luchs!
Ein paar wirklich sehr schöne Exemplare treiben dort ihr Unwesen und bieten zugleich viele schöne Motive, das Gehege kann von zwei Seiten aus unter Beobachtung genommen werden und bietet einen gewissen Abwechslungsreichtum. Das besondere an diesem Gehege ist aber die Aussichtsplattform. Von dieser kann man sich einen guten Überblick über das komplette Gehege verschaffen und bekommt zur Fressenszeit einiges, mitunter auch an Action, geboten.
Hier lohnt es sich definitiv auch mal einen Augenblick länger zu verharren und sich das Schauspiel in Ruhe anzusehen – natürlich durch die Linse, um im geeigneten Augenblick auch direkt abdrücken zu können ;)
Vor zwei Jahren hatten wir hier aber auch deutlich mehr Glück. Die Luchse hatten es sich nämlich bereits gemütlich gemacht und verbrachten ihre Zeit lieber in den dunkleren Ecken und ruhten.
Auch wenn ich mir hier mehr erhofft hatte, so kann man nicht immer Glück haben und ein paar Tiere lagen ja noch auf unserem Weg.
Also weiter, als nächstes stand das Fledermaus-Haus auf dem Programm. Auf dieses möchte ich zwar nicht weiter eingehen, es aber dennoch nicht unerwähnt lassen und jedem empfehlen mal einen Blick zu riskieren. Auch wenn dort nicht ans fotografieren zu denken ist, wobei, vielleicht mit einer extra Genehmigung zu späterer Stunde und dann mit Infrarot?!
Vorbei an der Schlangengrube, den Wildschweinen und durchs Tor ins Freigehege lag uns der „Talsee“, samt dem Platz an dem die Flugshow vor solch malerischer Kulisse stattfindet, zu Füßen. In diesem Moment ärgerte ich mich dermaßen über unser zu spätes Erscheinen, ..., aber es nützte natürlich alles nichts, und somit kann ich Euch nur ein paar Bilder aus der Vergangenheit zeigen.
Jeden, den ebenfalls wie mich, eine gewisse Liebe mit den Jägern der Lüfte verbindet, der sollte sich dieses Spektakel aber nicht entgehen lassen und sich ein wenig „spontaner“ zu seinem Ausflug entscheiden.
Der Pfad um den See herum ist sehr schön angelegt bzw. Natur belassen und wenn man es nicht weiss, dann könnte man fast meinen sich tatsächlich in freier Wildbahn aufzuhalten. Das besondere ist nur, dass es nicht unwahrscheinlich ist dem einem oder anderen Reh über den Weg zu laufen.
Dadurch bieten sich natürlich eine Menge an verschiedensten Möglichkeiten die gewünschte Bildkomposition auszuarbeiten und die Tiere ins rechte Licht zu rücken. Ob zwischen den Bäumen, auf der grünen Wiese, dem Abhang oder vorm See und das alles ohne störende Zäune.
An dieser Stelle möchte ich unsere kleine gemeinsame Exkursion durch den Wildpark Schwarze Berge aber erstmal ein wenig ruhen lassen. Der zweite Teil folgt dann nächste Woche inkl. einem persönlichen Fazit meinerseits.
Erfahrungsberichte
Kommentare
Die Werbung an der Autobahn für den Tierpark hab ich auch schon ein paar Mal gesehen und jedes Mal gedacht, dass das doch vielleicht mal was wäre..
klingt ja recht gut - wenn man nicht gerade einen Feiertag nimmt ;o)
Für mich kommt das aufs selbe raus