Unweit vom Freigehege wurde vor kurzem ein neues Bärengehege eingeweiht. Das Besondere an diesem Gehege ist, dass man es quasi komplett umrunden kann, und sich so aus den verschiedensten Richtungen ein guter Überblick verschaffen lässt.
Allerdings hat man hier als Fotograf dennoch schlechte Karten. Die Wege, die das Bärengehege umgeben, sind nämlich leider sehr hoch angelegt und deshalb entstehen die meisten Fotografien aus der Vogelperspektive. Aus Sicherheitsgründen absolut sinnvoll, aber für die Bildgestaltung ein Graus.
Die wohl beste Aufnahmeposition ist auf der Brücke. In Verbindung mit einem großen Tele hat man hier noch am ehesten die Möglichkeit die Bären auf Augenhöhe zu erwischen und eine, für den Betrachter, interessante Bildgestaltung zu erzielen.
Dies ist der zweite Teil einer kurzen Serie über meine persönlichen Erfahrungen im Wildpark Schwarze Berge.
Falls Du den ersten Teil noch nicht gelesen hast, dann empfehle ich Dir mit diesem zu beginnen.
Ein Tag im Wildpark Schwarze Berge - Tiere, Fotos und die Ausbeute (Teil 1)
Vorbei an den Elchen, liegt der Elbblick-Turm direkt in unserem Fokus. Hierbei handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um einen hohen Turm (31 Meter). Jeder, der den Aufstieg wagt, wird mit einer wunderschönen Weitsicht belohnt und kann den Wildpark Schwarze Berge auch mal aus einem anderen Betrachtungswinkel begutachten. Vor allem der freie Blick aufs Wiesen-Tal bietet hier gute Möglichkeiten, dass eine oder andere Foto zu machen.
Um den Ebblick-Turm herum haben sich viele kleine „Attraktionen" versammelt. Hier haben es mir vor allem die Waschbären und die putzigen Steinmarder angetan. Leider verstecken sich Letztere hinter einen engmaschigen Drahtgeflecht und es ist nicht zu empfehlen zu dicht mit der Linse an eben Dieses heran zu gehen. Wenn Ihr selbst vor Ort seid/ wart, wisst Ihr wovon ich spreche ;)
An dieser Ecke sollte man unbedingt noch einen kleinen Schlänker machen, um nicht die Schleiereule zu verpassen.
Bei den Waschbären ist die Umzäunung aber nicht sehr hoch. Zudem halten sie sich eh die meiste Zeit auf ihrem Kletterbaum auf. Damit sind gute Voraussetzungen gegeben einen schönen Treffer zu landen.
Ausgenommen den bereits genannten Tieren sind hier auch noch Ratten, Kaninchen und Baummarder zu finden. Es kann sich also lohnen hier ein wenig mehr Zeit einzuplanen. Gegebenenfalls könnte man auch noch direkt beim Kiosk für eine kleine Rast einkehren, um das bisher erlebte sacken und auf sich wirken zu lassen.
Frisch gestärkt und voller Tatendrang, könnte man sich jetzt auf die Umgehung des bereits oben erwähnten Wiesen-Tals und dem Tal der Hirsche begeben. Beide Gehege sind sehr weitläufig und der Weg der sie umgibt, bietet selbst im Wildpark ein Stückchen Abgeschiedenheit und Ruhe.
Also mit Sicherheit eine Überlegung wert. Für uns hatte diesmal aber leider die Zeit nicht ausgereicht.
Deshalb hatten wir uns entschieden die deutlich kürzere Route zu wählen, welche auf der Karte vom Rundgang links am Tal der Hirsche vorbeiführt.
Für Besucher mit Kindern ist hier natürlich der Streichelzoo sehr interessant. Von uns blieb das Gehege auf Grund des Menschenauflaufs aber eher ungeachtet links liegen und wir steuerten zielgerichtet die Eulenflucht an.
Leider ist die Eulenflucht wieder unter sehr hohen Bäumen angesiedelt und die Lichtausbeute zum Fotografieren eher bescheiden. Mit etwas Geschick und unter Zuhilfenahme aller technischen Raffinessen der heutigen Kameratechnik, sowie einem lichtstarken Objektiv lassen sich aber immer noch brauchbare Ergebnisse erzielen. Allerdings wird man es kaum schaffen, die störenden Gitterstreben auszublenden und muss wohl oder übel damit leben.
Vorbei an den Bentheimer Landschafen, den Rehen und den Rothirschen gelangt man zu dem wunderschön gestalteten Gehege der Nutria. Das besondere an diesem Gehege ist mit Sicherheit die Hängebrücke, mit derer man das Gehege quasi im Fluge überqueren kann. Wem das gelegentliche Schwanken der Brücke nichts ausmacht, der findet hier eine sehr gute Postion für seine Fotos!
Die Brücke selbst ist recht tief über dem Wasser angebracht und so schwimmen die Nutria direkt unter einem hindurch.
Dies ermöglicht besonders dichte Nahaufnahmen der Tiere und das fast auf Augenhöhe.
Nicht weit von den Nutrias entfernt liegt die Uhu-Burgruine. Ein sehr liebevoll und interessant gestaltetes Gehege, welches einer alten Burgruine nachempfunden wurde und nur so von kleinen Details protzt. Sofern man das Glück hat zu richtigen Zeit vor Ort zu sein, können sich hier wunderschöne Fotomotive ergeben.
Direkt nebenan liegt das Gehege der Wölfe. Ebenfalls ein sehr schönes und auch recht großes Gehege. Zum Nachteil für den Fotografen können hier sicherlich die große Anzahl von kleinen Büschen und Sträuchern werden. Diese verdecken häufig den freien Blick auf die Wölfe und so kann man nur hoffen, dass sich diese am Gehegerand aufhalten.
Wer sich bei seiner Parkbegehung, wie wir, anfänglich nach rechts orientiert, der sollte sich zum Abschluss seines Besuches auf keinen Fall die Großvoliere der Eulen entgehen lassen!
Hier warten ein paar wunderschöne Ableger ihrer Art (Schnee-Eule, Bartkauz und Waldkauz) nur darauf abgelichtet zu werden.
Hiermit möchte ich den zweiten Teil abschließen und verweise schon mal vorab auf mein persönliches Fazit, welches am Freitag veröffentlicht wird.
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