Das Geheimnis wird gelüftet...

Maßeinheiten der digitalen Fotografie: Monitorauflösung, DPI und PPI Populär

Die oben genannten Begrifflichkeiten haben sicherlich bei dem einen oder anderen schon für reichlich Verwirrung gesorgt. Dabei kommt es nicht selten vor das gerade PPI und DPI miteinander verwechselt werden bzw. PPI fälschlicherweise für DPI gehalten wird.

Monitorauflösung

Bei der Anzeige eines digitalen Bildes auf einem Monitor ist einzig und allein die Auflösung von Bedeutung. Die Auflösung beschreibt die Größe mit der ein Foto auf dem Bildschirm angezeigt wird, dabei ist die Anzahl der Pixel das entscheidene Kriterium. Wenn wir also beispielsweise eine Bilddatei vorliegen haben mit einer Dateigrößte von 8 MByte und einer Auflösung von 3888x2592 Pixeln (entspricht einem Foto aufgenommen mit einem 10 Megapixel-Sensor), so werden wohl die meisten ein Problem damit bekommen, sich dieses Foto komplett auf ihrem Monitor anzeigen zu lassen. Grund dafür ist die zu hohe Auflösung des Fotos, handelsübliche Monitore wie ein 19" TFT haben in der Regel eine Auflösung von 1280x1024 Pixeln und könnten somit nur maximal ein Drittel des Bildes in der Breite darstellen, in der Höhe wäre es immerhin schon gut die Hälfte.

Würde man das Foto nun mittels einer Bildbearbeitungssoftware auf die native Auflösung des Monitors herunterskalieren (in diesem Beispiel auf 1280x1024 Pixel), so könnte es formatfüllend angezeigt werden, ohne das Bilddetails verloren gehen. Wobei dies hier bei der oben aufgeführten Ursprungsdatei mit einer Auflösung von 3888x2592 Pixel umrechnungstechnisch natürlich nicht ganz ohne "Verschnitt" möglich wäre. Nehmen wir an das wir die volle Breite erhalten wollen und das Endergebnis auch proportional korrekt sein soll, dann würde nun die Auflösung von 3888x auf 1280x skaliert werden. Dadurch ergibt sich allerdings in der Höhe nur noch eine Auflösung von 853 Pixeln, was zu "leeren" Bereichen auf dem Monitor führen würde. Deshalb empfiehlt es sich in solch einem Fall das Foto z.B. in der Breite ein wenig zu beschneiden, um ein formatfüllendes Ergebnis für den Monitor zu bekommen (z.B. als Hintergrundbild).

Bei der Ausgabe eines digitalen Bildes auf dem Monitor spielen Maßeinheiten wie PPI und DPI somit überhaupt keine Rolle, sofern diese in der 1:1 Ansicht betrachtet werden.

PPI (Pixel per Inch)

- zu deutsch "Pixel pro Zoll" ist eine Maßeinheit die ausschließlich beim Druck eines digitalen Bildes zur Verwendung kommt. Dabei entspricht 1 Zoll einer Länge von 2,54cm. Dies bedeutet, wenn ein Foto eine Auflösung von 1600x1200 Pixel hat und dieses mit einer PPI von "100" gedruckt werden würde, dann würde die Druckgröße 16x12 Zoll (40,64x30,48cm) betragen. Würde man es allerdings mit PPI 200 ausdrucken, so bekäme man nur noch ein halb so großes Ergebnis 20,32x15,24cm. Dafür ist es dann aber von höherer Qualität, ab einer PPI von "240" sollte das Ergebnis auch einer nahen Betrachtung standhalten. Um das Maximum an Qualität zu erzielen, sollten allerdings 320 PPI gewählt werden. Diese Auflösung entspricht in etwa dem menschlichen Sehvermögen.

DPI (Dots per Inch)

- zu deutsch "Punkte pro Zoll". Die DPI sagt, aus wie fein ein Drucker die einzelnen Bildpunkte auf Papier bringen kann und definiert damit die Qualität des Ausdrucks. Bekanntermaßen verfügen die meisten handelsüblichen Drucker nur über vier Farbkammern (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz), deshalb müssen sich Drucker eines kleinen optischen Tricks bedienen, um die Vielzahl von verschiedenen Farbtönen darzustellen. Dabei werden die Grundfarben so eng beieinander bzw. schon übereinander gedruckt, dass dabei der gewünschte Farbtoneindruck entsteht. Dies bedeutet dass mehrere Druckpunkte von Nöten sind, um nur einen Bildpunkt des eigentlichen Fotos abzubilden. Der gewählte DPI-Wert hat dabei keinerlei Auswirkungen auf die spätere Druckgröße, diese wird einzig und alleine durch die PPI bestimmt.

In der Regel sollte eine Auflösung von 720dpi den meisten völlig ausreichen und höhere Auflösungen nur zu mehr Druckkosten führen

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