Es gibt mehrere Möglichkeiten ein HDR mit Hilfe von Adobe Photoshop CS3 zu erstellen. Einmal gibt es die Möglichkeit dies mit Ebenen und Ebenenmasken zu lösen. Hierzu verweise ich auch meinen Artikel „Funktion der Ebenenmaske bei der Erstellung von HDR".
Hier wird jedoch eine andere einfachere und intuitivere Methode aufgezeigt. Sie ist zum Teil automatisiert, bietet aber viele individuelle Eingriffsmöglichkeiten.
HDR erstellen
Zunächst wird über das Menü „Datei -> Automatisieren -> Zu HDR zusammenfügen" ein HDR im 32 Bit-Kanal erstellt. Dort muss man im folgenden Fenster die Bilder aussuchen, die zum HDR zusammengefügt werden sollen und dann mit OK bestätigen. Es dauert dann eine Weile, in denen CS3 die Bilder zusammenfügt. Das Ergebnis ist ein Bild im 32 Bit (HDR) Kanal. Dieses Bild sieht meist ziemlich schlecht aus. Dies liegt aber daran, dass die 32 Bit nicht auf dem Monitor dargestellt werden können. Der Monitor schafft meist nur 8 Bit.
Tonemapping
Daher muss man nun in einem weiteren Schritt dass so genannte Tonemapping durchführen. Damit werden die 32 Bit auf darstellbare 8 Bit reduziert.
Diese Funktion ist in CS3 ziemlich versteckt. Unter dem Menü „Bild -> Modus" ist bei dem „32 Bit-Kanal" ein Häkchen, was die 32 Bit-Datei anzeigt. Wenn man in diesem Menü nun auf den „8-Bit-Kanal" klickt, erscheint ein Fenster „HDR-Konvertierung".
Im dortigen Menü gibt es 4 Umwandlungsmethoden. Man kann sicherlich alle mal ausprobieren und in der Vorschau prüfen, wie die Ergebnisse sind. Am Besten ist jedoch die Methode „Lokale Anpassungen". Dort kann sehr gut die verschiedenen Helligkeiten beeinflusst werden.
Tonig-Kurve und Histogramm
Man muss dabei auch die weiter unten vorhandene Erweiterung „Tonig-Kurve und Histogramm" öffnen.
Hier sieht man das Histogramm des 32-Bit-Bildes. Mit der Tonig-Kurve kann man nun die Bildwirkung im 8-Bitmodus einstellen. Als Tipp kann hier gesagt werden, dass der untere Greifpunkt der Kurve (unten links) auf der unteren Linie mindestens bis zu dem Punkt nach rechts verschoben werden muss, bis man zu den ersten Ausschlägen im Histogramm kommt. Dadurch wird das Bild schon deutlich realistischer. Die weiteren Eingriffe müssen an jedem Bild individuell vorgenommen werden. Es man meist Sinn etwa 5-6 Greifpunkte in gleichmäßigen Abständen zu setzen und in der Höhe zu verschieben. Man kann durch klicken mit der rechten Maustaste auf der Kurve weitere Greifpunkte auf der Kurve platzieren und dann nach oben oder nach unten verschieben. Dadurch werden die Helligkeiten im jeweiligen Bereich im Histogramm jeweils angehoben oder reduziert. Hier können keine generellen Tipps gegeben werden. Alles Weitere ist ausprobieren, bis das Ergebnis in der Vorschau „gut" aussieht, das heißt bis die Balance aus Tiefen und Lichtern stimmig im Bild vertreten sind. Dann bestätigt man das ganze mit OK und hat nun ein gutes HDR-Bild.
Nun kann man dies ganz normal weiterbearbeiten, zB mit Gradationskurve, Kontrastanhebung, Schärfung, Entrauschung etc.
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